news | links | imprint | contact |




Kleine Geschichte des Kina-Kina

Das Chinin, mythenumrankte Ingredienz nicht nur des Tonic Water, verdankt seinen Namen peruanischen Eingeborenen, sie nannten die Rinde des Chinabaumes: „Kina-Kina“. Seine fiebersenkende Wirkung war den Europäern ab etwa 1630 bekannt und 1820 gelang es Chinin zu isolieren und im größerem Maßstab herzustellen. Britische Offiziere begannen in den 1820er Jahren das in Wasser aufgelöste Chininpulver, welches abscheulich schmeckte, mit Soda, Zitrone und Gin aufzufüllen.

Der „Gin and Tonic“ war geboren und ist heute natürlich aus keiner Bar, jedwedem Event oder Party in Berlin mehr wegzudenken.

gin_and_tonic

1783 gelang es dem deutschen Uhrmacher Johann Jacob Schweppe Wasser im industriellem Maßstab mit Kohlensäure anzureichern. Um seinem Soda-Wasser einen größeren Markt zu erschließen, übersiedelte Schweppe nach England. Er verkaufte jedoch die meisten seiner Firmenanteile. Das unter dem Firmennamen „Schweppes“ vermarktete Soda-Wasser war jedoch ein großer Erfolg, besonders als man begann, das Wasser mit Zitronen und Chinin zu aromatisieren. Bis heute ist Schweppes „Indian Tonic Water“ der Marktführer. Als Star unter den Tonics gilt „Fentimans Tonic Water“, welches nur natürliche Aromen beinhaltet. Wem das noch nicht reicht, der greift zu „Q-Tonic“, hergestellt von Tonic-Enthusiasten aus Brooklyn. Mit natürlichem Chinin, gesüßt mit Agavennektar und abgerundet mit Spuren von Kardamon, Koriander, Rosenöl und Orangenschale.

Auf dem deutschen Markt sorgt seit einem Jahr das Berliner Unternehmen „Thomas Henry“ für Furore. Benannt ist das Unternehmen nach dem britischen Apotheker Thomas Henry, dem es schon 1773 gelang, ein „Aerated Water“ herzustellen. Geschmacklich wird der„Thomas Henry“ von Zitronenaromen bestimmt. Erhältlich in gutsortierten Berliner Getränkefachmärkten.

Tags: , , , , , , ,